2. Dezember 2013

Advent, Advent …



Der Text ist heute ins Korrektorat gegangen, das Cover ist in Arbeit: Wenn jetzt nichts mehr dazwischenkommt, steht für meinen neuen Roman Homunkulus einem Erscheinungstermin zu Weihnachten nicht mehr im Wege.
So ist die Welt doch einmal wieder in Ordnung:
1.) Ich kann es kaum erwarten, zu sehen, was Arndt Drechsler mir da als Cover malt. Wir haben zwar schon über ein Layout, Motiv usw. gesprochen, aber dann das fertige Cover zu sehen, ist doch noch etwas anderes. Diesmal ist das etwas ganz neues, da ich bisher immer die Motive selber ausgesucht habe, die Martin Schlierkamp danach mit bewährter Hand auf seine höchst eigene Art bearbeitet hat. Doch diesmal weiß ich nicht, was mich erwartet. Was ich auf jeden Fall weiß – da ich die früheren Arbeiten von Arndt kenne –, ist, dass ich bestimmt nicht enttäuscht sein werde.
2.) Einmal wieder ist ein Projekt abgeschlossen, das vor langer Zeit als Ideennukleus in meinem Hirn sein Leben begann. Mein gnadenloser Lektor – den wir deshalb auch Django nennen – ist zufrieden. Darum bin ich es auch. Er ist die harte Stimme meines schlechten Gewissens, das ich ansonsten gerne mit irgendwelchen Begründungen in die Versenkung schicke. Und er entdeckt Sachen, für die ich mit der Nase zu nahe an der Sache bin.
3.) Die Fans von NINRAGON bekommen ihr Weihnachtsgeschenk. Mit der NINRAGON-Trilogie war zwar die Geschichte Aurics des Schwarzen abgeschlossen, aber für die Entwicklung der Welt, in der er lebte, waren einige Fragen offengeblieben. Einige davon werden jetzt in HOMUNKULUS beantwortet. Der neue Roman zeigt die Welt von NINRAGON ungefähr vier Jahre nachdem die Trilogie endetet.

Was ist sonst noch in letzter Zeit passiert?

Ich war auf der BuCon in Dreieich, habe dort zwar nicht den DPP gewonnen, dafür aber eine Lesung gehalten, dei mir sehr viel Spaß gemacht hat und auch beim Publikum sehr gut angekommen ist. Der Komplimente, die ich dafür zu hören bekam, haben mich ganz rot werden lassen (vielleicht tat das gute Bier an diesem Abend das seine zu meinem durchbluteten Teint hinzu). Es hat mich sehr gefreut, das mein Lesungskonzept aufgegangen ist, mich in manche Szenen ohne Netz und doppelten Boden hineinzustürzen und gelegentliche Songfragente einfließen zu lassen. Die von mir gesungenen Musikthemen fanden Gnade vor den Zuhörern; de alte Rockröhre ist also noch nicht eingerostet.
Mehr hierzu später.

Dann habe ich auch einmal wieder die Zeichenstifte zur Hand genommen. Für die großartigen Krimiserie „Die Erben des Deserteurs“ meiner lieben Kollegin (begabt klänge im Fall von so viel Erzähltalent herablassend, also habe ich es mir verkniffen) habe ich eine Illustration gemacht, die sie prompt in die neue Printversion des ersten Bandes genommen hat. 
Die „Pilot-Geschichte“, also die Story, die alles in Gang setzt, „Am anderen Ende der Hoffnung“ solltet ihr unbedingt lesen:

Der Held, der zum Deserteur wurde
Der Deserteur, der zum Mörder wurde
Der Mörder, der zum Helden wurde
Alexej, ein Deserteur der russischen „Schnellen Spezialeingreiftruppe“, verschleppt einen unbedeutenden Abteilungsleiter, der sich nicht erklären kann, warum dieser Fremde Rache an ihm nehmen will. Während das Entführungsopfer alle Hoffnungen auf Rettung aufgibt, wird eine Gruppe Geocacher nichts ahnend ein wichtiger Teil von Alexejs Vergeltungsplan. Ein spannender und emotional dichter Kurzkrimi, erzählt aus der Sicht von Alexej Grigorjewitsch, den ein Familiendrama aus der Bahn geworfen hat. „Am falschen Ende der Hoffnung“ ist der Auftakt zu einer Krimiserie rund um den heimwehkranken Russen, der damit zurechtkommen muss, nun auf der anderen Seite des Gesetzes zu stehen.

 Genau wie ihren tollen phantastischen Roman „Rattenauge“:

In einem schneelosen Winter, der kein Ende nehmen will, dessen Tage nicht länger und Nächte nicht kürzer werden, sondern zu einem einzigen Grau verschmelzen, verwischen sich manchmal auch andere Grenzen. Patrik lebt in einer verlassenen Fabrik, zusammen mit 9 Kindern. Sie tauchten eines Tages, als er glaubte im Sterben zu liegen, bei ihm auf und blieben. Woher sie kamen, weiß er nicht, sie beantworten nie Fragen. Die 9 Kinder und eine verrückte Obdachlose versorgen den im Rollstuhl sitzenden Mann, bis das geschieht, was Patrik immer befürchtete: Eines der Kinder verschwindet. Die restlichen Mädchen, sich so ähnlich wie Spiegelbilder, versuchen es zu verheimlichen. Viktor Winter, ein renommierter Wissenschaftler, findet eines Morgens eine Kinderleiche in seinem Büro. Sie erinnert ihn mit Erschrecken daran, dass es einmal 9 Mädchen gab, die ihm ihre Existenz … und ihren Tod zu verdanken hatten. Ein Schatten erwacht. Er ist eine Gestalt des kollektiven Unterbewusstseins, er ist der Rattenfänger, der Wanderer, der Schwarze Mann und er ist auf der Suche nach den Kindern. Wie bei einem fehlerhaftem Programm, dass seinen Zweck schon lange verloren hat, “programmiert” sich die Wirklichkeit in der Nähe des Schattens um. Die Grenzen zwischen “Real” und “Märchen” werden neu gezogen.

Das neue Buch ist geschrieben, weitere sind in Planung. Ich glaube, ich werde in nächster Zeit mal wieder öfter auf „The Range“ vorbeischauen.

Weihnachten kann kommen.

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