17. Juni 2013

„Ninragon“ für den Deutschen Phantastik Preis 2013 nominiert


Mann, was war das für eine Überraschung am Samstag Morgen!
Irgendeine Kommentar zum Deutschen Phantastik Preis auf Facebook. – Wie, ist die Vorrunde schon durch? Dann schaun wir mal, wer da nominiert wurde.
Ich brauchte meine erste Tasse Kaffee gar nicht zu trinken, um sofort schlagartig wach zu werden.
Mein Name, mein Roman. In gleich zwei Kategorien.
F***k! – Ich meine, F***k!!!!!!
Ist das jetzt echt? Oder schlafe ich noch?
Da haut es mir doch gleich den Hut mit der weiten Krempe weg.
Eben sehe ich hier auf der Range, der unendlichen Weite der Worte noch die Litotes-Herden von Horizont zu Horizont streifen und die mächtigen Anaphern grasen, und einen Moment später möchte ich glauben, die unbarmherzige Sonne, die uns alle antreibt, wie im Wahn Worte zu schreiben, habe des Guten zu viel getan und mir das Hirn aus der Schale geschmurgelt.
Nein, selbst nach mehrmaligen Abchecken, sich Kneifen und Selber-Ohrfeigen (danke für die Assistenz, werte Gattin, liebe Töchter, das war eigentlich eine rein rhetorische Aufforderung, es hätte eurer tatkräftigen Assistenz nicht bedurft, danke, danke!!!), stelle ich fest, es steht noch immer da:

Bestes deutschsprachiges Romadebüt: Horus W. Odenthal: Ninragon 1 - Die standhafte Feste (Horus W. Odenthal)

Beste Serie: Horus W. Odenthal: Ninragon (Horus W. Odenthal)

Das in Klammern soll übrigens der Verlag sein.
Und dieses kleine Detail macht eigentlich das so besonders Großartige an dieser Nominierung klar, das, was mich so diebisch freut.
Ich wurde hier als ein Indie nominiert. 
(Den Link zu meinen Gedanken, was ein Indie ist, findet ihr auf meinem letzten Blogpost „Die unendliche Weite der Selbstbestimmung“ – für den, der’s schon vergessen hat.)
Ich wurde nominiert als Autor, der sein Buch selber produziert und veröffentlicht hat. 
Als „Self-Publisher“ bin ich aufgestellt gegen Bücher aus den großen Verlagshäusern, Romane, die vom Marketing und Vertrieb auf die Büchertische der großen Ketten geschickt wurden und die Welle der Mega-Filmstarts zu nutzen, Serien, die es schon seit Jahrzehnten erfolgreich laufen und ihre enthusiastische Leserschaft haben.
Das freut mich besonders, weil es ein Zeichen dafür ist, dass sich der Wind dreht, dass Indies wahrgenommen werden, dass sich der Buchmarkt verändert – und nicht zuletzt, dass unsere Initiative Qindie genau das Richtige zur richtigen Zeit ist.
Wir wollen mit Qindie die Stellung und die Chancen des freien, selbstbestimmten Autors stärken.
Und diese Nominierung ist – auch ein wunderbarer Erfolg für mich aber vor allem – ein Zeichen, das in diese Richtung weist.
Ihr fragt, was ich mit dieses Jahr zum Geburtstag, zu Weihnachten, zu Nikolaus, von der Zahnfee und ähnlichen Institutionen wünsche? Hah! Drei mal dürft ihr raten!
Ein noch stärkeres Zeichen, das auf einen gefestigten Stand des freien, selbstbestimmten Autors hinweist.
Und natürlich einen Preis für meinen Roman. Ist doch klar!

Ihr könnt dem Weihnachtsmann, dem Christkind oder auch je nach Gestimmtheit Knecht Ruprecht dabei helfen.
Sie werden es kaum alleine schaffen.

Eure Hilfe ist gefragt!


Nehmt euch die Minute Zeit und stimmt für „Ninragon“ ab.

Das könnt ihr hier tun:
oder direkt hier:

Es wird hart. Ich stehe gegen starke Autoren und starke Konkurrenz u. a. aus dem mächtigen Random House.
Jede Stimme zählt!
Macht mit! 
Erzählt euren Freunden und Bekannten davon und bittet auch sie abzustimmen.
Also, meine Damen und Herren, Jungs und Mädels, Dudes und Dudesses:
Wir können es zusammen schaffen!
Für Q und die Sechzehnte!

Zuletzt möchte ich mich für ein großartiges Jahr bedanken. Es war mir eine Freude, meine Bücher mit meinen Lesern zu teilen, euch auf dieser Seite ein wenig meine Gedanken zum Schreiben, zum Indietum, zu eBooks und dies und jenem auszubreiten. Wir ist passiert. Manche Zeiten waren wie Wirbelsturmsurfen.
Nicht zuletzt meinen tiefsten Dank, an die beiden die mir beim Erstellen meiner Bücher und darüber hinaus unschätzbare Hilfe geleistet haben, bei den Covern, beim Lektorat, bei vielem mehr.
Mein Dank geht an Martin Schlierkamp und Django.
Und noch einmal an alle bei Qindie. Ihr seid großartig, ihr sein großmütig, ihr seid mir wie eine große Familie.
Ich bin stolz, mich im Kreis von solchen hochkarätigen, wunderbaren, starken Autoren zu finden. Tolle Menschen finden sich da allemal.
Q. My tribe. Proud as hell.

Kommentare:

  1. Es gibt da einen blöden Spruch, der besagt: Eigenlob stinkt!
    In deinem Fall aber höchstens nach dem Schweiß der Arbeit.
    Gratuliere zur Nominierung....wie heist es in diesem abgedrehten Song? Leider Geil!
    Absolut verdient...meine Stimme hab ich schon mal abgegeben.
    Viel Erfolg noch

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  2. Super! Vielen Dank! Mein Buch kann jede Stimme gebrauchen. Indies können jede Stärkung ihrer Position gebrauchen.

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