23. Januar 2013

The Next Big Thing Blog Hop


The Next Big Thing Blog Hop ist eine Möglichkeit für Autoren (in der ganzen Welt) zu berichten, an welchem Projekt sie gerade arbeiten. Sie beantworten 10 Fragen zu ihrem nächsten Buch. Zusätzlich erwähnt man die Person, die einen vorgeschlagen hat, und nennt selber Autoren/Autorinnen, die als nächstes die Fragen beantworten.
Ich selber wurde dazu von Elsa Rieger eingeladen, bei der ich mich hierfür herzlich bedanken möchte.
Elsa Rieger ist eine außerordentlich produktive und rege Autorin aus Wien. Ihre Texte sind abwechslungsreich und haben eine hohe Bandbreite. Egal, um welches Thema sie den Mantel ihrer Prosa legt, immer umhüllt er es weich und geschmeidig und lässt goldene Tupfer der Poesie aufblitzen. Es lohnt sich auf jeden Fall sich auf eine ihrer zahlreichen Veröffentlichungen einzulassen, die ihr hier bei Amazon findet.

Elsa Riegers Blog

Und hier mein Interview:


Was ist der Arbeitstitel Ihres Buchs?


Momentan trägt das „Work in Progress“ den Titel „Homunkulus“. Ich habe an dieser Stelle auch schon ein wenig darüber berichtet. Aber für jeden Kuss der Muse bin ich dankbar. Bei der Schlagkraft, Poesie und eines Titels ist immer Raum nach oben offen. Ohnehin finde ich, dass wir es mit der deutschen Sprache unendlich viel schwerer haben, gute Titel zu finden als englische Autoren. Die Bandbreite ist sehr eingeschränkt. Vieles, was im englischen großartig klingt, geht im Deutschen gar nicht. Und Genetiv-Konstruktionen wie „Tochter des Bösens“, „Schwert von Schallalalla“ kann ich nun wirklich nicht mehr hören. Wir deutschen Autoren sind da gefordert innovativ zu sein und neue Wege zu gehen.

Woher kam die Idee für das Buch?


Mehrere Antworten.
Zum einen: Aus dem letzten Buch. „Homunkulus“ ist eine Fortführung der Geschichte für die in „Ninragon“ die Basis gelegt wurde. Am Ende bietet die Geschichte dieser Welt viele Anknüpfungsmöglichkeiten, während der Weg Aurics des Schwarzen zum Ninragon zu Ende erzählt wird. „Homunkulus“ wirft einen Blick darauf, wie die Welt Ninragons fünf Jahre nach den in der Trilogie geschilderten Ereignissen aussieht.
Zweitens: Ich wollte nach der breitangelegten Trilogie einmal das Setting deutlich eingrenzen und eine Geschichte erzählen, die in einer Stadt spielt. Dann haben mich verschiedene Eindrücke auch noch dazu gebracht, die Einflüsse eines anderen Genres in die Fantasy einzubringen. Ich liebe solche Herausforderungen und Anlässe zur Innovation. Ich hatte schon lange mit dem Gedanken gespielt, einmal zu versuchen, wie sich ein hard-boiled Cop-Thriller als Fantasy macht. Der letzten Ausschlag ernsthaft die Geschichte zu planen gab ein Bericht über ein ähnliches Projekt, das aber satirisch gemeint war. Daraufhin ging etwas in mir hoch: Nein! Nein! Nicht satirisch. Das geht auch anders. Das geht wirklich ohne Brüche, wenn man es richtig angeht. Ernsthaft, ganz ernsthaft muss das sein. Und ich begann die Geschichte zu plotten, die mir schon lange im Kopf herumging und die Figuren, die in mir herumspukten aus dem Nebel der Herumträumens ins Konkrete zu holen.
Und es passte ausgezeichnet in die Fortführung des Ninragon-Kosmos.

Unter welches Genre fällt Ihr Buch?


Phantastische Literatur. Fantasy. Ganz klar spielt es in einer Fantasy-Welt. Es nimmt sich einiger Konzepte an, die aus anderen Genres kommen, aber die werden nie anders beschrieben als mit den Begrifflichkeiten einer Fantasy-Welt. 

Wie lautet die Ein-Satz-Zusammenfassung Ihres Buches?


Eine Angehörige des Stadtmiliz Rhun will ihre Stadt sauber und sicher halten – wenn nötig mit harter Hand – und weiß plötzlich nicht mehr, auf welcher Seite sie eigentlich steht.

Welche Schauspieler sollten Ihre Charaktere in einer Filmumsetzung spielen?


Zu meinem neuen Buch möchte ich das noch nicht verraten. Ich kann etwas zu „Hyperdrive“ sagen. Zwei Möglichkeiten, wer Giébra, den geniale Slicker, der in die Jahre gekommen ist, spielt: Gene Hackman oder Mark Boone Junior, der den Robert „Bobby Elvis“ Munson in „Sons of Anarchy“ spielt.

Werden Sie Ihr Buch selbst verlegen oder wird es vertreten durch einen Agenten?


Ich werde mit allen meinen Büchern durch einen Agenten vertreten, nämlich Gerd Rumler. Mehr kann ich dazu noch nicht sagen. Es wird sich bald entscheiden, und sobald ich in dieser Sache keine ungewollten Zeugen mehr anschließend beseitigen muss, werde ich es bestimmt hier auf dieser Seite als erstes posten. 

Wie lange haben Sie gebraucht, um den ersten Entwurf Ihres Manuskripts zu schreiben?


Kann ich nicht sagen, da ich gerade erst mit dem Schreiben anfange. Ich habe mal sechs Monate für das Buch veranschlagt.

Welche anderen Bücher würden Sie mit Ihrem Genre vergleichen?


Darüber habe ich ebenfalls hie schon ein paar mal gesprochen. Ich würde mich der neuen Welle der Fantasy zuordnen, einer Generation von Autoren, die dem Fantasy-Genre einen neuen, frischen Geist einhauchen, es mit Realismus, Reife, Mehrdeutigkeit füllen, die wild, spannend und innovativ sind (nachdem das Genre über lange Zeit in Formelhaftigkeit und schlichter Gut-Böse-Polarisierung erstarrt war). Ich möchte hier Leute wie George R. R. Martin nennen, dessen Serie „Lied von Eis und Feuer“ durch die TV-Adaption betitelt „Game of Thrones“ noch einmal so richtig bekannt wurde, sein weniger bekannter Mit-Pate dieser Welle Glen Cook und die neue Generation um Schreiber wie R. Scott Bakker, Joe Abercrombie und Richard Morgan.

Was sonst über Ihr Buch könnte das Interesse des Lesers wecken?


Die ganzen tollen Rezensionen, die ich bei für das Vorgänger-Werk, meine „Ninragon“-Trilogie erhalten habe. Das geht von „neuer Stern am Autorenhimmel“ über „beste epische Fantasy seit Jahren“, „der Beginn von etwas ganz Großem“, „Fantasy vom Feinsten, de sich vom Einheitsbrei abhebt“, „Fantasy-Epos, der sich nicht hinter den Genrekönigen verstecken muss“, „furioses Debut … eines der besten Fantasywerke des Jahres“, „packendes Fantasy-Epos lesen will, das seines Gleichen sucht“, „Wer Fantasy schätzt, findet hier einen Schatz.“, „Fantasy auf hohem Niveau“, „in der Liga mit Büchern von George R. R. Martin, R. Scott Bakker und Co“. Was soll ich dem noch hinzufügen? Was kann ich mir mehr wünschen?

Möchten Sie andere Autoren für das Interview nominieren?


Ja, das möchte ich gerne.

Da ist zunächst ein Freund und Kollege, Ulli Schwan. Seine Homepage findet ihr hier, weitere Info hier, seine Bücher auf Amazon oder bei 13Mann.

Kay Noa ist eine Schriftstellerin, die ebenfalls Epic Fantasy schreibt. Hier findet man ihr Interview zu „The Next Big Thing Blog Hop“.

Stefanie Maucher ist eine junge, talentierte Schriftstellerin mit dem Hand zum Makabren. Ihr Roman „Kalte Berechnung“ konnte schon viel Lob einheimsen. Was da nach ihren bisherigen Werken noch mehr zu erwarten ist, darüber spricht sie in ihrem „The Next Big Thing Blog Hop“-Interview.

Bernd Perplies würde ich unter der gleichen Flagge sehen wie mich: Er ist Autor phantastischer Romane. Das heißt, in jedem seiner Projekte hat er ein anderes phantastisches "Genre" bearbeitet. Mit "Tarean" hat er epische Fantasy geschrieben, mit "Magierdämmerung" Steampunk, seine neueste Trilogie, deren erster Band unter dem Titel "Flammen über Arcadion" erschienen ist, hat er sich der Dystopie zugewandt (Dystopie: Marketing-Deutsch für Science Fiction, die auch von Mädchen gelesen werden soll). Sein Interview findet ihr hier. Mehr über ihn und seine Werke findet ihr auf seiner Homepage.
Die restlichen von mir Nominierten werde ich hier bekanntgeben, so bald ich weiß, ob sie Zeit und Gelegenheit haben, bei dieser Aktion mitzumachen.

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