31. Juli 2012

Warum Romane? (Teil 2)

Fassen wir also zusammen: Ich habe meinen letzten Comic „Post Mortem Blues“ abgeschlossen, plane mein nächstes Projekt, das endlich 1.) wieder einmal ein Science Fiction 2.) eine komplexe Geschichte, die den Namen Roman verdient, sein soll, und wenn ich dabei an die realen Gegebenheiten meines Mediums, des Comics, denke, habe ich schon jetzt, in der Proto-Planungsphase eine Menge Probleme am Hals.


Neben all diesen konkreten formalen und anderen Problemen, machte sich, je mehr ich darüber nachdachte, vor allem das Grauen vor einem ganz besonders gefürchteten Schreckgespenst in mit breit – dem kreativen Tinnitus.
Und ich kannte den kreativen Tinnitus von langen Comic-Projekten nur allzu gut.
Du hast die Geschichte geschrieben, die Layouts und Skizzen gemacht, und jetzt geht es darum das Ganze zu zeichnen. Das Exekutieren. Die Gräben.
Und während du die Geschichte, die für dich eigentlich schon längst abgearbeitet ist, runter malochst, entwickeln sich völlig ungerufen ganze Schwärme von neuen Story-Ideen in deinem Kopf. Die du natürlich alle nicht realisieren kannst, bevor diese eine Story, an der du gerade schuftest, abgearbeitet ist. Und diese Ideen machen dich Tag für Tag immer ungeduldiger mit dem Zeichnen deiner jetzigen Story.
Stories schreiben war für mich immer das Wichtige. Der Rest musste nur richtig aussehen. Zum Zeichnen stand ich immer mehr wie der Gitarrist in einer Band, der schließlich nur deshalb singst, weil sonst keiner seine Songs richtig rüberbringt.
Und dann schaute ich mir im Geist mein geplantes Projekt „Hyperdrive“ an. Stellte mir vor, wie lange es nach dem eigentlichen Schreiben dauern würde, bis ich wieder eine neue Story machen könnte. Wie lange ich zeichnen und nach etwas Neuem, Frischen hungern würde.
Ich stellte mir vor, wie sehr mich das verrückt machen würde, dass ich all die ungebetenen neuen Ideen, den Auswurf meines kreativen Tinnitus für unabsehbar lange Zeit würde zurückstellen müssen.
Ich tigerte an meinem Comic-Regal vorbei und ein mahnendes Beispiel glotzte mich an: Cerebus, von Dave Simm – die ganze Reihe der fetten Bände. Ich rief mir ins Gedächtnis, wie wenig die Plackerei an diesen Mammut-Werk dessen geistiger Gesundheit zuträglich gewesen war und was für eine (in seinen eigenen Vorworten und Editorials wohl dokumentierte) Fron es ihm abgefordert hatte.
Und „Hyperdrive“ würde ein Mammut-Werk werden. Nach literarischen Maßstäben war es nur ein normaler Roman, aber übertragen in mein Medium, den Comic, war es ein Mammut-Werk.
Es folgte eine Zeit, in der ich ruhelos durchs Haus tigerte und wirre Sachen vor mich hin murmelte. Bis ich dann entdeckte, dass ich sie nicht nur vor mich hin murmelte sondern auch unbewusst andere damit volltextete. Und verwirrte Gesichter erntete. Also vor allem eins. Das meiner Frau Kirsten. Schließlich wandelte sich ihre Mimik in ungeduldig, dann in entschlossen.
Zu diesem Zeitpunkt nahm sie mich dann beiseite.
„Du erzählst doch schon seit Jahren, du wolltest irgendwann ein Buch schreiben“, sagte sie. „Du liebst doch Bücher.“ Womit sie verdammt noch mal recht hatte. Kennen Sie die Zalando-Werbung? Das bin ich, nur mit Büchern. Hatte ich das schon erwähnt? „Dann setz dich doch hin und schreib eines!“ So schloss sie. Und ließ mich stehen.
Ich stand da, überlegte und dachte mir: Ja, sie hat recht. Was hast du schon zu verlieren? 100% kreatives Geschichtenweben, 0% in die Gräben und zeichnerisch exekutieren. Eigentlich eine tolle Sache. Also setz dich hin und versuch es.
Dann kamen die Zweifel.
Schreiben? Ein neues Medium?
Noch mal von vorne anfangen, die ganze Ochsentour?
Bis mir klar wurde, was ich eigentlich dachte: Das geht doch nicht.
Was bei mir immer folgende Frage provoziert: Wieso geht das nicht?
Und ob das geht, stapfte ich los in mein Zimmer. Word geöffnet. Neues Dokument. Ich werde zeigen, dass das geht.
Und so habe ich mich hingesetzt und geschrieben. 
Und nach einiger Zeit entdeckte ich, dass ich so was auf Strom und Euphorie lief. Das ich nichts anderes mehr machen wollte.
Eine der allerersten, wenn nicht sogar DIE erste zusammenhängende Szenen, die ich geschrieben habe, war folgende:


Es war auf Kronos gewesen, am Tag nachdem Dodo seinen Jagdunfall gehabt hatte.
Wie ein dunkler, aber dennoch für seine Umgebung unsichtbarer Schatten hatte die Namensgleichheit mit dem sprichwörtlichen ausgestorbenen Vogel über ihm gehangen; denn wer immer als Erster Dominik Domanczik zu Dodo verkürzt hatte, ihm war gewiss die Signifikanz entgangen, vermutete Samantha, ebenso wie all den anderen aus seinen Kreisen, die den Namen danach aufgegriffen und wahrscheinlich ebenso gedankenlos auf der Zunge geführt hatten. Doch egal ob bemerkt oder unbemerkt, dieses Omen hatte ihn jetzt letztlich eingeholt.
Samantha Bergstrom war als Letzte zu dem einberufenen Treffen in dem schummrig beleuchteten Hinterzimmer des Kronos Midian gekommen. Es war ihr auch egal. Nach dem Eindruck, den die Gesellschaft auf sie machte, hätte sie, wenn sie eine viertel Stunde früher gekommen wäre, auch nichts daran geändert. Oder eine ganze, oder zwei. Diese Gesellschaft hier tagte schon eine ganze Weile länger in den Räumen des Nobelhotels.
Da saßen sie zwischen wuchtigen Tragepfeilern aus rötlich rauem Stein, welche die niedrige Decke trugen, und üppigen Fettpflanzen, eine Bande von Kopfschlächtern in Anzügen, ein Minister und ein Staatssekretär darunter. Grossi, der auf der äußeren Kante der Bank saß, damit er es bei seiner Leibesfülle bequemer hatte, schlüpfte unter der Tischplatte heraus, kam auf sie zu und legte ihr den Arm um die Schulter.
„Hallo, Samantha, mein Mädchen, alles klar?“
Sie verbiss sich eine Antwort darauf, denn die konnte bei ihrer augenblicklichen Stimmung nur ehrlich ausfallen.
Grossi führte sie zum Tisch, wo auf einen Wink von ihm einer der Männer ein Glas großzügig überschäumend mit Gothand-Champagner füllte und ihr anbot.
„Wie geht es dir? Besser als Dodo, möchte ich wetten.“
Einer der Männer am Tisch warf sich weg vor Lachen, erntete dafür aber, wie sie bemerkte, von niemandem einen strafenden Blick. Samantha setzte sich, sagte gar nichts und stellte das nicht angerührte Glas mit sprödem Klicken auf der Tischplatte ab. Erst einmal kommen lassen. Man war offensichtlich ausgezeichneter Laune, und einige Gläser Champagner – für die Kopfschlächter, nicht für sie – und ein paar derbe Späße mit dem Unterhaltungswert vom Himmel fallender Meteoritenbrocken später kam Grossi endlich zur Sache.
„Traurige Angelegenheit, Samantha, mein Mädchen, das mit Dodo. Du hast, höre ich von den Jungs, die meisten deiner Geschäfte mit ihm durchgezogen.“ 
Wenn Grossi das erst von den Jungs hören musste, litt er neuerdings unter Demenz; wenn es einer wissen sollte, dann war er es. 
„Ist ’ne schwierige Situation für dich – wie für uns alle natürlich.“ Grossi seufzte theatralisch, nutzte die Kunstpause dazu, ihr das Knie zu tätscheln. „Wir haben darüber gesprochen, ich und die Jungs. Du bist ein properes Mädchen und du weißt, wie das Geschäft läuft. Wir meinen“, und er warf einen zufrieden satten Blick in die Runde, „dass du die Geschäfte, die du vorher über Dodo laufen hattest, genauso gut mit Popesku durchziehen kannst. Kein Verlust für dich, glatter Übergang; wie sagt man so schön auf Merkanin: under new Management.“
„Und das neue Management weiß deine Waren genauso zu schätzen wie Dodo, vielleicht noch mehr,“ sagte der, der sich eben noch weggeschmissen hatte – Popesku hieß er also –, auch jetzt ein Grinsen um die Mundwinkel und einen anzüglich schmierigen Blick in den Augen.
Samantha schwieg eine Sekunde, langte dann über den Tisch nach Popeskus goldenem Zigarettenetui, nahm sich eine heraus, knickte sie mit betonter Bedächtigkeit durch und steckte sie sich dann mit schlaff herabbaumelndem Ende zwischen die Lippen, drehte sich zur Seite und meinte: „Grossi, sei ein Schatz, bestell mir mal was Stärkeres. Die Kippen hier gleichen jedenfalls für meinen Geschmack allzu sehr ihrem Besitzer: Haben an entscheidenden Stellen einen Hänger und der Rest scheint mir auch ziemlich flau und abgeschmackt.“ 
Sich wieder umdrehend blickte sie in Popeskus jetzt puterrotes Bluthochdruckgesicht. Der Mann neben Popesku drängte sich aus der Tischecke raus, gab sich den Anschein, als müsste er unglaublich dringend Wasser abschlagen. Anscheinend war er um seine Gesundheit besorgt, sollte der bei ihm entgegen jedem Unterdrückungsversuch hartnäckig hochkochende Heiterkeitsausbruch schließlich doch zum Ausbruch kommen. Wahrscheinlich glaubte er nicht bei Popesku auf die gleiche duldsame Toleranz gegenüber zweifelhaftem Humor rechnen zu können, den man zuvor ihm selbst gegenüber an den Tag gelegt hatte. 
Es gab Durcheinander am Tisch, alle mussten aufstehen um ihn herauszulassen, böse Blicke wurden gewechselt. Auch Samantha stand mit allen anderen auf, obwohl sie als Letzte in der Reihe neben Grossi gar nicht hätte rücken müssen. Nur Grossi selber blieb sitzen an seiner Tischecke, die Beine bequem herausgestreckt, schaute sich die Sache an. 
Samantha drängte sich vor Popesku, stand vor ihm und blockierte sein Wiedereinrücken. Die anderen wurden schon unruhig deswegen. Entweder mussten sie alle ebenfalls stehen bleiben oder die Sitzordnung wäre durcheinander geraten. Sie machten sich schließlich, als die beiden keine Anstalten sich zu rühren erkennen ließen, doch zögernd daran einzurücken. 
Samantha legte den Kopf in den Nacken, blickte mit interessiertem Gesichtsausdruck in Popeskus gelb-wässrige Augen und fragte: „Du hast Verbindungen zum Pharmahandel? Wusste ich gar nicht. Wenn du so gute wie Dodo hast, kann mir das natürlich nützlich sein. Auch wenn sie besser sind als die, die ich durch Dodo in den letzten Jahren schon selber geknüpft habe. Wenn nicht, habe ich mit dem Deal, der mir hier vorgeschlagen wird, nichts gewonnen sondern nur eine lästige Verbindung zu einem weiteren Zwischenhändler mehr am Hals.“
„Vor allem hast du mit dem Deal Verbindung zur Reinen Milch. Ich bin reine Milch.“ 
Ach ja, natürlich wieder diese Reine-Milch-Sache. Seit sie auf Kronos war, ging ihr dieser ganze Quatsch mit der Marani-freien Blutlinie und dem chauvinistischen Ehrenkram, der daran hing, gewaltig auf die Nerven. 
„Niemand wird mit dir Geschäfte machen, wenn nicht ein Patron der Reinen Milch seine Hände darüber hält, zumindest nicht, wenn er was auf seine Gesundheit hält.“
„Aber wir kennen uns doch alle. Wir machen schon lange miteinander Geschäfte. Ihr alle haltet die Hand über das, was ich tue?“ Sie ließ ein Pfund Butter über das Lächeln in ihrer Stimme träufeln. Grossi seufzte schwer. Sie stellte sich dumm und alle wussten es, aber sie wollte es hören, sie wollte, dass einer von ihnen es, verdammt noch mal, endlich aussprach.
Grossi war derjenige. „Kindchen, setz dich wieder hin: Du weißt, wie es läuft. Du bist nicht Reine Milch, und du bist eine Frau. Schau dich um! Wie viel Frauen siehst du hier in dieser Runde? Wie viele Frauen kennst du überhaupt, die hier auf Kronos länger als eine Woche Geschäfte machen? Und die man danach auch wieder sieht. Du brauchst einen Hirten, du brauchst einen Namen, unter dem du läufst.“
„Das heißt, ihr habt Dodos Hinterlassenschaft schon sauber unter euch aufgeteilt; nur ich bin noch übrig, und mich habt ihr euch zum Dessert übrig gelassen. Wer hat denn Dodos Dobermann gekriegt?“
Popesku trat noch ein wenig näher an sie heran. Er grinste breit.
„He, Mädchen, Domani-Chick, hab dich nicht so. Was ist daran so schlimm? Unter meiner Hand hat sich noch keine beschwert.“ 
Sagte es und – dafür musste er sich leicht herabbeugen – legte ihr die offene Hand in den Schritt. Sie trat nicht zurück, sackte auch nicht, wie er es vielleicht erwartet hatte, der Hand ausweichend zusammen, sondern blickte ihm, seine Hand in ihrem Schritt, ungerührt in die Augen, die jetzt auf gleicher Höhe mit ihren waren.
Und drosch ihm mit Kraft eins auf die Nase. Knirschen unter ihrer Faust.
Jetzt erst trat sie einen Schritt zurück, um ihm Platz zum Fallen zu geben und dem Blut auszuweichen, das zwischen Popeskus Händen hervorsprudelte. Sie drehte sich auf dem Absatz um, während alle bis auf Grossi an dem Tisch aufsprangen, und warf im Weggehen einen Blick über die Schulter.
„Machte auf mich den Eindruck, als hätte er nach Cochones gesucht. Dem Mann konnte geholfen werden.“
Sie war die Jungenspiele bis zum Erbrechen leid.

23. Juli 2012

Warum Romane? (Teil 1)

Einer meiner letzten Posts hieß „Warum eBooks?“. In ihm habe ich meinen Entschluss erklärt, meinen Roman „Ninragon“ als eBook zu veröffentlichen.
Aber für einige, die mich kennen und meine Entwicklung verfolgt haben, war das vielleicht ein Schritt zu schnell.
Für diese Leute bin ich vielleicht noch der Comic-Zeichner, der solche Geschichten wie „Schattenreich“, „Wüstensöhne“, „Schiller!“ oder „Post Mortem Blues“ geschrieben und gezeichnet hat, und plötzlich (ein paar schlappe Jahre später) bin ich jemand, der phantastische Romane verfasst. Wie kam es dazu? Was war der Schritt dorthin? Wieso also schreibe und zeichne ich plötzlich keine Comics mehr, sondern verfasse Romane? Ganz ohne Bilder? Wie konnte ich das Zeichnen aufgeben?
Sprung zurück. 
Ein paar Jahre zurück. 
Ein etwas jüngerer, noch zwillingstochterloser Horus, dessen aktueller Comic „Post Mortem Blues“ sich gerade der Vollendung nähert und in dessen Kopf sich schon die Pläne dafür breit machen, was er als nächsten Comic machen will.
Es ist ganz klar. Als nächstes wird es Science Fiction geben. Endlich wieder. Der erste große Comic „Brennan Moore“, auch ein Science Fiction, ist lange her.
Die große Story, die mir schon lange im Kopf herumspukt. In der ich endlich all die Erzähltricks und formalen Mittel anwenden kann, die ich in meinen vorherigen Stories im Kleinen erprobt habe. Die Geschichte von drei unterschiedlichen Charakteren, die es dadurch zusammentreibt, dass sie für kurze Zeit ein gemeinsames Ziel verfolgen (oder zu verfolgen scheinen) und die dann, als die Umstände und Motivationen für alle allmählich komplizierter werden, langsam wieder auseinander driften. Sich neue Allianzen bilden. Sie kurzzeitig sogar zu Feinden werden, wie jeder von ihnen am Ende vor einem neuen eigenen Abenteuer steht. Bis auf einen. Eigentlich sind es vier, denn der Antagonist ist eine ebenso wichtige Gestalt und keinesfalls ein bloßer Schurke. Er hat nur andere Ziele und Motive und steckt in einer Lebenssituation, die ihn zum Feind der anderen drei macht.
Ich hatte sie alle im Kopf.
Dugan Raijaw, eine unbezähmbare Naturgewalt. Eine Bombe, die darauf wartete zu explodieren.
Sam Bi. Sie beschreibt sich selber als eine „Managerin mit robuster Kompetenz“, der diese Bombe bei einem Auftrag in den Schoß fällt, ausgerechnet als sie selber angeschlagen ist und erst einmal ihre Moral und ihr Leben wieder aufbauen muss.
Nemo5. Ein Mann, den es eigentlich gar nicht mehr geben dürfte und der ein Geheimnis mit sich herumträgt, hinter dem jede Macht des menschlichen Einflussbereichs her ist. Der dieses Geheimnis selber ist. Der etwas gesehen hat, was ihn auf immer verändert hat. Verwandelt hat.
Special Major Masoud Walser. Der richtige Mann im falschen System. Die tragische Figur.
Die Geschichte hatte sogar schon einen Titel.
Hyperdrive.
Ich sah schon die Seiten vor mir. Ich sah die Figuren vor mir. Die Layouts.
Erster Band.
Erster Band? Ich fing an, so ein wenig den Handlungsbogen zu überschlagen. Klar war, das würde eine längere Geschichte. Keine bloßen 46 Seiten wie bei einem Album üblich. 46 Seiten, was ist das schon? Damals war das Album der Standard. Es gab Graphic Novels, die hat es schon immer gegeben, aber der Begriff war noch nicht als etwas entdeckt worden, was man vermarkten konnte, kein modisches Schlagwort. Für mich war aber klar, genau das würde es werden: ein Roman, ein WortBild-Roman. Man musste nur sehen, in welche (damals) gängigen Formate man das verpacken konnte.
Für mich war immer schon klar, was das ideale Format war: Irgendwo zwischen Fumetti und US-Comic, auf keinen Fall größer. Aber dick. Unter hundert Seiten geht‘s erst gar nicht los. Ein Buch eben. Ein Comic-Buch. Eine Geschichte. Etwas zum Lesen. Etwas, das man in der Hand hielt, und das ein gute, satte Portion Lesevergnügen signalisierte. Kein großformatiges Album, schön gemacht, viele große Bilder, etwas für den Couchtisch, zum Anschauen und Durchblättern, das nach Kunstband aussieht. Nicht zum Anschauen und visuell Delektieren – zum Lesen. Geschrieben. In Bildern und Worten. Eine Erzählung. Ein Roman. Graphisch.
Also, bis zu welchem Punkt der Erzählung sollte der erste Band meines graphischen Romans gehen? Und wie viele Seiten sollten das sein?
Okay, also bis zu diesem Punkt, klar, das war ein guter Punkt, erst einmal die Geschichte anzuhalten. Wie viele Bände würde ich dann für die ganze Geschichte brauchen?
Ich überschlug und stutzte zum ersten Mal.
Wie viele Bände??? Wie viele Seiten??? – Dabei war das alles doch nicht mehr als eine normale Roman-Handlung.
Eine simple Geschichte.
Und wie lange würde ich brauchen, das zu Zeichnen?
Ich überschlug erneut und kam ernsthaft ins Grübeln.
Dritte Frage:
Und wer sollte so etwas herausbringen?
Ich wollte nichts weiter, als einen richtigen Roman erzählen. Endlich einmal. In meinem Medium. Als Comic. Nichts weiter. Und ich war schon in ernsthaften Schwierigkeiten, ohne überhaupt einen Strich gezeichnet, ohne ein Wort geschrieben zu haben.
Was sollte mir das sagen?

Fortsetzung folgt, meine Damen und Herren, Jungen und Mädels, Dudes and Dudesses.
Währenddessen gibt es den ersten Teil meines Romans „Ninragon“ zu lesen.

Howdy!
See you on the Range

Horus

16. Juli 2012

Meister Eckhart teilt, Paul Coelho auch

Heute nur ein kurzes Zitat, das mir auffiel. Bald mehr.
In einem sehr anregenden Interview mit Paul Coelho unter dem Titel "Twittern ist eine Kunst" fand ich Folgendes:
"Meine Idee ist die Idee des Teilens. Meister Eckhart, der deutsche Mystiker, sagte: Teilen gehört zum menschlichen Wesen. Wenn du nicht teilst, dann existierst du auch nicht."
Meister Eckhart teilt, Paul Coelho teilt. Teilen auch wir. So funktioniert Gesellschaft. So funktioniert das Netz. So funktioniert die Menschheit. "None of them can stop the time …" Bob Marley, Redemption Song. Keine Angst vor neuen Dingen und Ideen. Keine Angst vor der Revolution. Sie passiert ständig. Und sie ist uralt. Älter als die Menschheit.
Stehet auf und riecht den Kaffee.
Mmmmmmmh …!

12. Juli 2012

Der Gerät

Seit der erste Band von „Ninragon“ als eBook erschienen ist, habe ich immer wieder Sätze gehört wie: „Mehr als 400 Seiten auf dem Bildschirm lesen?“ oder generell „Ich hasse es längere Texte auf dem Monitor zu lesen.“
Nicht, dass ich dies nicht erwartet hätte oder dass ich mit solchen Aussagen nichts anfangen könnte. Mir ging es vor gar nicht allzu langer Zeit ähnlich. 
Hier gilt es Aufklärungsarbeit zu leisten.
Denn, wisset, in mir spricht zu euch der zum Paulus bekehrte Saulus.
Erstens: Ein eBook lesen, heißt nicht (nicht unbedingt, nicht im Idealfall), etwas auf dem Bildschirm zu lesen sondern auf dem Kindle. Und das, meine Damen und Herren, Jungs und Mädels, Dudes und Dudesses, ist eine komplett andere Nummer.
Zu Anfang aber ein Bekenntnis: Ich bin ein absoluter Buch-Fetischist
Stellt euch die Zalando-Werbung mit Büchern statt mit Schuhen vor. 
Das bin ich.
Ich liebe es, ein Buch auszupacken, es zum ersten Mal in der Hand zu halten, die Finger über das Cover und den Rücken gleiten zu lassen (die hoffentlich mattiert sind, mattierte Cover sind ein Genuss!), es aufzuschlagen, den Innentitel (Schmutztitel, was für ein hässliches Wort für so etwas Wunderbares) zu betrachten, das Inhaltsverzeichnis (hier zeigt sich schon die erste Verheißung der Struktur des Buches), das erste Kapitel mitsamt der Typo, den Geruch von Papier und frischer Druckerschwärze zu atmen, es dann noch einmal wohlwollend abwägend in die Hand zu nehmen, das Gewicht zu spüren, seinen Körper. Wunderbar!
You get the picture.
Von manchen meiner Lieblingsbücher habe ich sogar mehrere Ausgaben.
Von manchen Büchern, die ich gelesen habe, habe ich allerdings auch gar keine feste Ausgabe mehr.
Warum? Weil die Gestaltung lieblos ist, das Titelbild nicht besonders schmückend, weil so was einfach nicht in meinem Regal stehen muss, neben all den schönen Büchern, die ich so sehr liebe. Manche davon finde ich als Text mittelmäßig, manche aber auch großartig.
Auch ein Grund, diese nur als eBook zu haben. Weil der Text, das eigentliche Buch so gut ist, dass die lieblos gemachte physische Ausgabe ihn quasi entweihen würde.
Stopp! Halt! Film zurück auf Weihnachten 2012.
Weihnachtsbaum, zwei verzückte, überglückliche Mädchen, Berge von zerknülltem Geschenkpapier, endlich darf ich auch mein erstes Geschenk auspacken.
Auspack, auspack, Schachtel drin, Schachtel aufmachen. Da liegt er vor mir: ein Kindle.
Ein Kindle?
Ja, ich hatte eBooks schon vorher erwähnt, weil sie mich angesprungen hatten, in Form von Meldungen, Blogpost etc. Ja, ich hatte daher auch immer wieder über einen Kindle gesprochen. Jetzt lag er da. Mein Weihnachtsgeschenk. Ich freue mich über alles, was meine Frau mir schenkt, denn ich weiß, es kommt mit viel Liebe und aus einem großen Herzen. Meist auch aus großer Weisheit. (Schließlich hat sie mir ein paar Tritte in den Hinterschinken geschenkt, die mich dazu brachten, mit dem Schreiben von Romanen anzufangen.) Vielleicht auch diesmal.
Ein Kindle. Bin ich wirklich schon bereit dafür. Das Gefühl eines Buches in der Hand aufzugeben, den Geruch, das Haptische?
Weihnachtstag 2, die Tage „zwischen den Jahren“.
Ich schleiche um den Kindle herum, wie ein Hund um einen neuen Quietscheknochen.
Tolles Teil, liegt schlank in der Hand. Und so leicht. Wow, den auf Reisen mitnehmen, und du hast eine ganze Bibliothek bei dir. Und blockierst keinen halben Koffer mehr mit den Büchern, die du lesen willst. Und denen, die du einfach unbedingt bei dir in deiner Nähe haben musst. 
Fühlt sich gut an. Sexy.
Ich lade ein paar Bücher runter. Viele gibt‘s auch kostenlos. Fange an zu lesen, entdecke die Möglichkeiten.
Liege auf dem Sofa, den Kindle in der Hand, ganz schlank und leicht und elegant; ein ganz neues Lesegefühl. Und das hat nichts mit dem Lesen auf einem Bildschirm zu tun. E-Ink ist großartig, das ist wie etwas Gedrucktes, keine Hintergrundbeleuchtung. Das kannst du auch in der grellsten Sonne lesen. Genau wie ein Buch. Nein, besser als ein Buch. Denn beim Buch blendet das Papier, hier aber ist der Hintergrund angenehm matt.
Ich lese also mein erstes Buch auf dem Kindle. Dann mein zweites Buch.
Das nächste Buch, das ich lesen will, habe ich schon in meinem Arbeitszimmer im Regal stehen. Ganz physisch, ein Print-Exemplar. Schönes Buch.
Als nächstes also wieder ein echtes physisches Buch? Ich nehme es in die Hand, schlage es auf, blättere herum.
Ich bestelle mir die Kindle-Ausgabe von diesem Buch. Ganz schnell, ganz bequem. Ich gehe mit meinem Kindle in den Amazon-Shop, klicke das Buch an, und Sekunden später ist es auf meinem Gerät.
Wow.
Ich habe also dieses Buch auch auf dem Kindle gelesen. Und das nächste, und das nächste.
Weil der Kindle so schön und leicht in der Hand liegt. Weil es ein tolles Gefühl ist, mit dem Kindle auf dem Sofa zu liegen und zu lesen. Oder im Bett.
Und obwohl das Buch ein echter Trümmer ist, mit über 1.000 Seiten (Justin Cronin, „Der Übergang“), kann ich es ganz leicht und ohne Mühe in einer Hand halten, muss nichts umbiegen, gerate nicht in Gefahr, dass mir der Trümmer aus der Hand fällt oder beim Einschlafen aufs Gesicht.
Und keine schlechten Ausgaben verpesten mir den immer rarer werdenden Regalplatz. Oder schlechte Texte. Denn man weiß ja nie, ob das Buch was taugt, bevor man es gelesen hat.
Ich lese das Buch also auf dem Kindle, und wenn ich es richtig gut finde, dann kaufe ich mir die Print-Version. In einer richtig schönen Ausgabe, meist der Originalausgabe. Oder deutscher plus Originalausgabe, wenn ich das Buch wirklich sehr mag. Das kann ich dann immer wieder hervorziehen und darin blättern und schmökern. Oder ich finde es ganz zufällig wieder, wenn ich an den Regalen vorbeistreife. Wie einen alten Freund.
Für mich schließt das eine, das andere nicht aus.
Es ist, die Art, wie man damit umgeht.
Der Kindle, eBooks sind für mich eine wunderbare Bereicherung. Ich möchte nicht mehr ohne sein. Und ich bin noch immer Buch-Fetischist.
Die beste Idee zum Aufkommen des eBooks, der ich bisher begegnet bin, ist für mich das Hardcover-Plus. Ein paar Verlage haben sich dafür zusammengetan. Man kauft eine schön aufgemachte gebundene Ausgabe und erhält dazu einen Code, mit dem man sich das dazugehörige eBook auf den Reader holen kann. 
Das Buch im Regal, zum Lesen in Bus oder Bahn das eBook auf dem Kindle. So kriegt das Buch auch keine Knicke und Knitter. 
Das ist die Zukunft.
Wir schaffen nicht die Bücher ab, wir gewinnen dem Umgang mit ihnen nur eine andere Dimension ab.
Lesen auf dem Bildschirm? Das war gestern.

Und was macht der, der keinen Kindle hat? 
a) Ein Kindle ist billig. Man kriegt viel für sein Geld. Holt euch einen!
b) eBooks auf anderen Geräten lesen. Das geht nämlich entgegen der landläufigen Meinung ohne Probleme. Mobil-Telefon, Tablet, iPhone, iPad, PC, Mac (meinetwegen auf dem Bildschirm, aber wirklich… tut euch den Gefallen und holt euch so ein schlankes, sexy Teil), alles geht. Man muss sich nur gratis die Lese-App bei Amazon für das jeweilige Gerät runterladen. Das geht blitzschnell und problemlos. Und danach kann man jedes Kindle-eBook lesen. Was eine große Bereicherung darstellt. Die Auswahl ist gewaltig.
Und was machen die, die auf die Angebote der Konkurrenz hereingefallen sind und sich vielleicht zum Beispiel diesen noch spottbilligeren Reader gekauft haben? Na ja, vielleicht reicht euch ja das relativ schmale Angebot an eBooks für diese Geräte. Ich will jedenfalls nicht nur die paar Bücher von den Bestseller-Massentischen ganz vorn im Eingang der Buchhandlung lesen. Auf einigen der anderen Reader laufen auch mobi-Formate, also Kindle-eBooks, Glück gehabt. Ansonsten: Holt auch einen anständigen Reader und lest mehr als den neuesten Dan Brown und irgendwelche Angebote und Sonderausgaben. Entdeckt die ganze Welt der Literatur und lasst euch nicht in eurem Geschmack gängeln!
Ach, und übrigens, ich werde für das hier nicht bezahlt. Es ist meine ganz, ganz ehrliche Meinung. Und etwas anderes werdet ihr von mir nicht hören.
Ich liebe Bücher. 
Und ich liebe meinen Kindle.

Howdy!
See you on the Range.

Horus

3. Juli 2012

Aktion: Originalzeichnung gegen Amazon-Rezension

Ich starte heute folgende Aktion:

Jeder, der eine Besprechung meines Romans „Ninragon“ auf Amazon schreibt, erhält eine signierte Originalzeichnung von mir. 

Wer mich schon länger kennt, weiß, dass ich seit nun fast 30 Jahren Comics zeichne, Ilustrationen mache usw. Viele kennen mich auch von Signierstunden in Comic-Läden oder an anderen Orten. Für die, welche die Comic-Szene nicht kennen: Dort ist es üblich, nicht nur Unterschrift und Widmung in einen Band zu setzen sondern auch eine kleine, manchmal auch eine große Zeichnung.
Wer meine Zeichnungen und Comics noch nicht kennt, kann sich gerne meine Autorenseite „Horus“ auf Amazon anschauen.
Das ist also der Deal.
Man bekommt von mir eine signierte Zeichnung, auf Wunsch mit Widmung, wenn man eine Rezension auf Amazon schreibt und mir folgendes per eMail schickt:

– die Post-Adresse
– der Titel der Rezension
– die Antwort auf die Frage: „Wie heißt Aurics Geliebte in der idirischen Armee?“ – Denn nichts ist peinlicher als eine Rezension, der man anmerkt, dass der Rezensent das Buch nicht gelesen hat.

Wer eine Rezension schreibt, die mein Buch zerreißt und dann eine Zeichnung von mir haben will, beweist damit nicht nur einen ziemlich fragwürdigen Charakter und – gelinde gesagt – ein recht wirres Wesen, er  bekommt selbstverständlich auch keine Zeichnung. Das ist der Deal, und das sagt der gesunde Menschenverstand.

Wenn Sie, wenn ihr die Rezension gepostet habt, schicken Sie bitte ihre eMail an diese Adresse.

So, die Aktion ist eröffnet. Ich bin gespannt auf die Rezensionen und lege schon einmal die Zeichenstifte bereit.

2. Juli 2012

Warum eBooks?

Hallo, meine Damen und Herren, Jungs und Mädels, Dudes an Dudesses!

Warum ein eBook?
Das fragen sich vielleicht einige die mich kennen. Warum zur Hölle gibt Horus ein eBook heraus?
Berechtigte Frage.
Wo bin ich also, wo stehe ich? Ich habe „Ninragon“ geschrieben, einen Roman, der aus drei Teilen besteht, ein Monster von einem Roman, ich habe zwei weitere Romane geschrieben, die aus bestimmten Gründen – die nichts mit ihrer Qualität zu tun haben – noch nicht für‘s Licht der Öffentlichkeit bestimmt sind, habe rund ein halbes Dutzend Exposees mitsamt 50-150 ersten Seiten für weitere Romane im Ninragon-Universum fertig, ich habe jetzt also ein ansehnliches Portfolio, und ich habe einen Agenten, der mich gut und leidenschaftlich vertritt (mein Gruß hier an Gerd Rumler!). Warum also ein eBook? Ich könnte mich doch jetzt eigentlich beruhigt zurücklehnen und all der guten Dinge harren, die dort kommen?
Die Antwort ist, dass ich so nicht funktioniere.
Genau das, das Zurücklehnen und darauf Warten, was andere tun, so gut und leidenschaftlich sie auch immer sein mögen (und ich lege mein vollstes Vertrauen in meinen Agenten), das Warten, dass die Initiative von anderen ausgeht – genau das liegt mir nicht.
Ich muss selber etwas tun, ich muss selber etwas bewegen.
„I always loved the feel of sweat on my shirt, stand back, son, and let a man work …“ Diese Zeilen von Bruce Springsteens neuer LP „Wrecking Ball“ kann ich voll unterschreiben.
Ich muss etwas tun, ich muss etwas bewegen, das Stillsitzen und Warten liegt mir nicht.

Warum also eBooks?

Die eBooks haben mich gefunden. Sie haben mich gejagt, sie haben mich aus allen Ecken belauert.
Von überall sprangen mich Meldungen über eBooks an. Und irgendetwas in meinen Nackenhaaren kribbelte. Aber ich habe es weggewischt, als wüsste ich nicht, ist das Schweiß dort oder ist das irgendeine Spinne, die auf mich herabgefallen ist.
Dann kam Weihnachten 2012 und ich bekam einen Kindle geschenkt. Die Geschichte der Beziehung zwischen mir und dem Kindle wird noch zu erzählen sein. An anderer Stelle.
Mehr Meldungen von überall her, über Autoren, deren Erfahrung mit eBooks. Der Spinnensinn klingelt, aber ich weiß noch nicht wo die Glocke hängt. Auch von Top-10-Autoren, die bei ihrem Verlag aussteigen und ihr Ding selber durchziehen. Ich rieche den Kaffee, aber ich weigere mich, in die Richtung zu schauen, aus der der Geruch kommt. Ich habe schließlich einen Agenten, etc, usw. pp. Und das eine schließt das andere doch aus. Oder?
Ich kann ein eBook gratis herunterladen, tue es – es ist ein Buch darüber, wie man selber ein eBook erstellt und vertreibt. Ich hänge am Telefon mit meinem Agenten. 
– Bei mir spukt was im Kopf rum. 
– Ja…? Aber …?
Ich erzähle die ganze Sache. Positive Reaktion auf der anderen Seite der Leitung. Gute Sache. Zustimmung.
– Aber sind dann meine Sachen nicht für Print-Verlage verbrannt?
– Unsinn. Print-Bücher sind die eine Sache, eBooks die andere. Zieh‘n Sie‘s durch. Ich kümmere mich um die andere Seite. Ist eine gute Sache.
Noch ein paar Erklärungen und Erläuterungen hin und her. Gespräch über dies und das. Füßescharren unterm Schreibtisch.
Klack.
Verbindung beendet. Ich sitze da. Yeah. Das war‘s, was ich hören wollte.
Die nächsten Tage vibriert mein Körper, ich spüre eine tolle, aufregende Spannung in mir, die mich durch den Tag trägt. Ich mache etwas, ich bin unterwegs. Es fühlt sich gut an.
Und da bin ich nun. Ein paar Monate, ein Nahtod-Erlebnis und eine Wiedergeburt später. 
Der erste Teil meiner Ninragon-Trilogie ist bei Amazon erhältlich, Teil 2 und 3 fliegen in Warteschleife.
Darum eBooks. Genau darum.

Und die Zeit dazwischen? Die Arbeit, der Kindle, die Wiedergeburt?
Ist eine andere Geschichte. Oder mehrere. Manche sollten erzählt werden, anderre nicht.
Die Sonne brennt auf die Wüste nieder und backt alles zu Staub und Salz und Träumen. Wenn man dort seinen Weg geht, ist manches, was man sieht nur Luftspiegelung. Und manches ist so real, dass du es bis tief in deine Knochen hinein spürst. Trotzdem bleibt gerade davon vieles ein Geheimnis.
Und genau das ist der Kern aller Kunst.